Das Evangelium und die Offenbarung des Johannes gelten als die bedeutendsten Werke des Neuen Testaments und als die rätselhaftesten des johanneischen Schrifttums. Seit zweitausend Jahren ist die Verfasserfrage umstritten: Kann der Evangelist auch die Johannesbriefe und die Apokalypse geschrieben haben, oder sind mehrere Verfasser wahrscheinlich? Ist der im Evangelium genannte Lieblingsjünger und Augenzeuge Jesu tatsächlich der Autor dieses Werkes? Handelt es sich wirklich um den heiligen Apostel Johannes (den Sohn des Zebedäus) – eine Auffassung, die traditionell vor allem die katholische Kirche vertritt? Ist sein Zeugnis historisch zuverlässig? Wer ist Lazarus, den Jesus ebenfalls “lieb” hatte und vom Tod auferweckte?
Diese und weitere strittige Fragen beantwortet die vorliegende Untersuchung anhand der überlieferten Texte und Quellen historisch neu. Sie macht hinter den drei Verfassernamen Johannes eine geschichtliche Persönlichkeit aus, deren Bericht als Augenzeuge Jesu hohe Glaubwürdigkeit besitzt. Gelegentlich aber, vor allem bei der Behandlung des Lazarus-Wunders, der Christuserscheinung und den Visionsschilderungen der Johannesoffenbarung, stößt die historische Methode an ihre Grenzen. Eine solche übersinnlich-geistige Welt entzieht sich ihren Erkenntnismöglichkeiten. Dennoch soll nicht darauf verzichtet werden, an geeigneten Stellen auf geisteswissenschaftliche Deutungen Rudolf Steiners hinzuweisen, die den historischen Befund grenzüberschreitend ergänzen können.
In dieser ersten Veröffentlichung (Band 1) geht es vornehmlich darum, den Verfasser des Johannesevangeliums und der Apokalypse als den sog. Lieblingsjünger Jesu und späteren Lehrer und eingeweihten Propheten Johannes von Ephesus zu identifizieren.
Eine weitere Veröffentlichung (Band 2) dringt anhand der alten Johannesakten des johanneischen Schülers Leucius Charinus tiefer in zwei „Mysterien“ der Leidensgeschichte Jesu Christi ein. Johannes bezeugt darin, dass Christus als Gottessohn in Jesus Mensch geworden ist.
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